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Schülerparlament: Überraschender Besuch - Fußball nur noch in der 2. Pause

Vor einigen Wochen hatten wir in allen Klassen neue Regeln für das Fußballspielen in den Pausen besprochen und nun ist doch wieder alles anders. Nach den Osterferien können unsere Kinder nur noch in der zweiten Pause Fußball spielen und anscheinend hat dabei eine gewisse „Wilde 13“ eine entscheidende Rolle gespielt.


Doch der Reihe nach:

Bei der letzten Sitzung unseres Schülerparlaments kam es zu einem überraschenden Besuch, an den sich Frau Hendricks und die Kinder wohl noch lange erinnern werden. Im Laufe der Sitzung klopfte es an der Tür und nacheinander betraten dreizehn sehr entschlossen wirkende Mitglieder unserer Schulgemeinde den Raum.

 

Mit eigens hergestellten Plakaten wollten sie ihre Meinung deutlich zum Ausdruck bringen. Eine groß gewachsene junge Dame ergriff auch gleich das Wort: „Guten Tag, ich bin Greta aus der Klasse 2b und ich spreche hier im Namen aller dreizehn Klassentiere. Wir haben gehört, dass hier wichtige Dinge besprochen werden und da wollen wir natürlich mitmachen.“



Während es einigen Kindern unseres Schülerparlaments vor Staunen regelrecht die Sprache verschlug, grinsten andere freudig wegen des ungewöhnlichen Besuchs. „Schön, dass ihr da seid“, entgegnete Sophie aus der 4a. „Leider ist dieses Schülerparlament nur für Schülerinnen und Schüler, die in ihren Klassen gewählt wurden“, erklärte sie freundlich.

 

„Das wissen wir!“, entgegnete Luis Lama aus der 3b. „Deswegen haben wir uns auch zusammengetan. Wir nennen uns die ‚Wilde 13‘.“ - „Wir haben bereits alles in unserem Klassentier-Rat besprochen und unsere eigenen Klassensprecher gewählt“, ergänzte Erna Erdmännchen. „Genau!“, trötete Emil der Elefant energisch dazwischen, „Greta und Paul sollen unsere Interessen vertreten. Paul ist schließlich ein Königspinguin und Greta behält immer den Überblick.“

 „Das ist ja alles schön und gut“, versuchte Frau Hendricks die Gäste zu beruhigen. „Ich kann euch wirklich gut verstehen, aber ihr seid mit euren dreizehn Mitgliedern doch nur eine kleine Gruppe an unserer Schule.“

 

„Moment mal!“, mischte sich Torben aus der Klasse 3a ein: „Meines Wissens dürfen Minderheiten grundsätzlich nicht benachteiligt werden.“ - „Richtig Torben! Du bist ein Fuchs!“, brüllte Leo Löwe aus der 4a.

 

„Wir könnten doch darüber abstimmen“, schlug Nele aus der 4b vor. Damit konnten sich schließlich alle anfreunden und so wurde mit deutlicher Mehrheit beschlossen, Greta und Paul ins Schülerparlament aufzunehmen.


 

Paul trug auch gleich das erste Anliegen der Klassentiere vor: „Wir haben uns sehr für die Kinder gefreut, dass es neue Fußballregeln gibt und die Wiese neben der Sporthalle wieder geöffnet ist. Es ist aber nicht fair, dass wir Klassentiere uns in den Pausen im Klassenzimmer langweilen müssen. Wir wollen auch Fußball spielen und auf der Wiese turnen.“

 

Noah aus der Klasse 3c zeigte sich überrascht: „Ich dachte immer, ihr wollt euch in der Pause ausruhen.“ - „Papperlapapp ausruhen! Wir wollen Spaß haben!“, meldete sich Elli das Eichhörnchen zu Wort. „Mein Freund Sebi Seepferdchen und ich wollen endlich mal auf der Wiese am Reck turnen und Sunny Schildkröte will mit seinen flinken Beinen unbedingt mal Fußball spielen.“

 

„Also ich finde, sie haben irgendwie Recht“, meinte Alexia aus der 4c. „Ja, aber wir müssen aufpassen, dass nicht zu viele gleichzeitig Fußball spielen“, gab Jakob aus der 3b zu bedenken.

So entschieden sich die Mitglieder des Schülerparlaments dafür, dass künftig die Klassentiere in der ersten Pause und die Schulkinder in der zweiten Pause Fußball spielen dürfen.



Damit die Klassentiere künftig auch die Spielgeräte neben der Sporthalle nutzen können, dürfen sie dies demnächst in der zweiten Pause tun. Die Schulkinder können dann, so will es das Schülerparlament, in der ersten Pause dort turnen.



Zum Abschluss kündigte Paul bereits einen weiteren Antrag für die nächste Sitzung des Schülerparlaments an: „Wir würden gerne bei der Karnevalsfeier im nächsten Schuljahr gemeinsam als Piraten auftreten.“ Und Greta stellte noch klar: „Wir sind schließlich die echte ‚Wilde 13‘, damals bei den Abenteuern mit Jim Knopf waren es ja eigentlich nur zwölf.“



Ob Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer dann auch bei unserer Karnevalsfeier auftauchen werden, bleibt abzuwarten.



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